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SH Pharmazie: Revision GesG 2011
26. September 2011

Die Revision des GesG wird jetzt vorangetrieben: Die Vorlage des RR wird von einer erweiterten Spezialkommission  beraten. Die Vorlage entspricht den Vorstellungen der Apothekerschaft
SHVordergasse

Die Haltung des Apothekervereins Schaffhausen ist diesbezüglich klar: Die Selbstdispensations (SD)-Motion dient ausser der Aerzteschaft niemandem und muss aus folgenden Gründen ganz klar abgelehnt werden:
  1. Die medizinische Grundversorgung ist in Schaffhausen und Neuhausen keineswegs gefährdet. Wir haben in Schaffhausen die grösste Grundversorgerdichte schweizweit. Die Hypothese der lokalen Aerzteschaft ist eine fiktive Konstruktion und nichts weiter als Angstmacherei und somit eine neue Etikette für ein alt-bekanntes standespolitisches Anliegen.

  2. Dass die Grundversorger in Schaffhausen keine Nachfolger bzw. nur noch überalterte, minderqualifizierte Ostblockkandidaten finden ist ebenfalls reine Fiktion. Die Nachfolger/Nachfolgerinnen der letzten Jahre sind allesamt junge, engagierte Aerzte mit schweizer (etwas seltener) deutscher Abstammung. Sie arbeiten in Gruppenpraxen, manchmal auch noch in Einzelpraxen.

  3. Drei Beispiele werden angeführt, wo die Praxen nicht übergeben werden konnten. Sie liegen 10,12 und 14 Jahre zurück und die Gründe der Praxisaufgaben sind bei allen Beispielen wohlbekannt. Dass mit solchen exotischen, überjährten Beispielen eine Grundversorgerkrise für die nächsten Jahre prophezeit und skizziert wird ist etwas gar dick aufgetragen und so nicht goutierbar.

  4. Das Inseldasein der Städte Schaffhausen und Neuhausen innerhalb der Tarifregion Ost sei nicht mehr zeitgemäss und deshalb aufzuheben. Wir sehen das sehr wohl anders: Das Inseldasein wäre dann aufzuheben, wenn die Insel schlecht wäre. Da wir aber immerhin die Trennung zwischen Abgabe und Verschreibung kennen - wie übrigens im noch etwas grösseren Rest der Welt - wird so einem weiteren ärztlichen Selbstbedienungsladen (Nach Tarmed, Röntgen und Labor) wirkungsvoll begegnet. Darüber hinaus ist mit aller Deutlichkeit festzustellen, dass diese Inseln Konstrukte unserer Aerzte sind: Die lokale Aerzteschaft hat die entsprechenden Verträge eigenhändig mit Santesuisse ausgehandelt und unterschrieben. Woher die grosse Aufregung und Empörung auf Aerzteseite jetzt plötzlich herkommt, ist uns schleierhaft. Unterstellt man nicht vorsätzliche Tatkraft, um Argumente für die Einführung der DMA bereit zu haben, so ist doch eine grosse Dosis naivität in den Verhandlungsführungen festzustellen. Wer sich so naiv über den Tisch ziehen lässt, braucht sich über den Schaden nicht zu wundern. Die Korrektur dieser Fehlleistung heisst Kündigung des Vertrages und Anpassung des TPW - für die Inseln!

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Die Slembeck-Studie
08. Sept. 2011

Die Slembeck Studie beleuchtet die Problemzonen des Schweizerischen Gesundheitswesens insbesondere natürlich die Kostentreiber. Die Studie wurde 2006 im Auftrag von santesuisse durch Prof. Dr. Tilman Slembeck, Dozent an der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Universität St. Gallen erstellt. Sie fokussiert hauptsächlich auf den fundamentalen Problemen und weniger auf deren Lösungsansätzen
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SHMunot


Die Nachfolgerproblematik...
12. September 2009

Die Behauptung wurde von Aerzteseite in den Raum gestellt, mit den heutigen miserablen Rahmenbedingungen in Schaffhausen und Neuhausen würden nur noch minderqualifizierte und überalterte Kandidaten aus dem Ostblock  nach Schaffhausen ziehen und ebendiese Kandidaten wären dann nicht einmal unserer Sprache so richtig mächtig. Die Realität sieht auch da sehr viel differenzierter aus und es lohnt sich schon, auch da genau hinzusehen. Wir haben uns die Mühe gemacht, sämtliche Grundversorger-Praxisübergaben der letzten sieben Jahre nachzuzeichnen. Sie finden diese Tabelle gleich nachfolgend als pdf-Link. Es kann an dieser Stelle bereits folgendes Fazit gezogen werden:
Die Behauptung entbehrt jeder Grundlage und ist im Kern eine äusserst bemühende Disqualifikation der eigenen jungen Aerztemitglieder, die diese so nicht verdient haben. Noch viel bemühender ist die Tatsache, dass auch von höchster Departementsseite dieser Sachverhalt nacherzählt wird, wobei nicht in Abrede gestellt werden soll, dass hin und wieder Kandidaten aus dem Ostblock sich für hiesige Praxen interessieren. Einstein hatte ganz offensichtlich auch da Recht mit seiner Aussage, dass "Wenige imstande sind, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen."
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